Dschane


Sie sind in ihren Herzen Fahrende, Suchende, Zigeuner. Keine Frage, wenn Dschané auf die Bühne kommt, nehmen die Musikerinnen und Musiker den Geist ihrer Lieder mit auf die Bretter. Und dieser Geist erzählt die Geschichten der Roma, Geschichten über die ewige Reise des Lebens. Tief im Herzen der Musiker lebt die Tradition der Roma, und die wird mit jedem Takt spürbar. Dschané machen nicht nur Musik – sie sind die gelebte Musik.

Vielleicht liegt es an den Biografien dieser sechs ungewöhnlichen Musikerinnen und Musiker, dass sich ihre Darbietung über das blosse Rezitieren hinaus erhebt. Sind es die Reisen von Andrea Panitz in seinen jungen Jahren, die ihn nach Les Saintes Maries de la mer zu Flamenco, Swing Manouche und Czardasz führten? Er ist ein Wanderer, der mit unzähligen Musikern zusammen gespielt hat, Fahrenden und Sesshaften, Bekannten und Unbekannten. Er war es auch, der die Gruppe im Jahr 1999 nach einer Reise nach Ungarn gründete, zusammen mit dem begnadeten Sänger Riccardo Anselmi, der 2004 nur eine Woche nach der Taufe der CD "O parno gras" starb.
Die Sängerin Ilsi Muna Ferrer, der Gitarrist, Mandolinero, Bassist und Tubist Marc Bantelli und der Handorgelspieler Caspar Fries, waren fast ein Jahrzehnt mit dem legendären Variété Zirkus Aladin in der Roulotte unterwegs quer durch Europa.
Wurzeln in Böhmen hat Lucy Novotna die Sängerin mit der kristallklaren, bewegenden Stimme. Auch Igor Bogoev, der wirbelnde von Rhythmen sprudelnde Pekussionist, stammt aus dem Osten Europas, aus Mazedonien, dort wo die Roma noch immer an der Strassenecke und am Dorffest aufspielen. Beide sind und waren unterwegs und musizieren in verschiedensten Gruppierungen.

Das Element des Fahrenden, des Hier und Heute, ist immer ein Thema in den Liedern von Dschané. Sie erzählen vom Alltagsleben. Sie laden ein zu einer Reise, die die Zuhörer durch Westeuropa nach Ungarn, Tschechien, Mazedonien, Russland und Sibirien führt. Es wird gefeiert und gelebt. Rauschartig vergehen da die wilden Nächte in Budapest, einsam durchwandert das weisse Pferd mit seinem Reiter die Weiten der ungarischen Puszta. Dschanés Lieder erzählen aus dem Leben unterwegs, sei es vom Bajkalsee, in Rokycany oder in Les Saintes Maries de la Mer.

Die sechs verschmelzen zu einer Einheit, zu einer Sippe. Das macht ihre Musik so glaubhaft und ehrlich. Dschané ist eine Entdeckung und der Erfolg ihrer ersten beiden CDs gibt dem Anliegen der Gruppe recht.

Dschane en français:
Musique Tsigane: Tout de suite l’on pense aux violons. Pourtant, à l’origine de la musique tsigane, il y a la voix humaine. Musique, chants et danses ont une valeur primordiale dans la vie du peuple Rom. Le désir de liberté, le voyage, les souffrances de l’amour et l’indomptable joie de vivre sont les thèmes principaux des ballades lyriques et des chants à danser des gitans.

Avec l’idée de mettre en évidence les chants tsiganes, Andrea Panitz a séduit un groupe de chanteurs, chanteuses et musiciens passionnés, tous unis par leur fascination pour la musique des gens du voyage. Dschané était né !

Dschané : ce mot signifie « aller, partir, rouler, voyager » en romanés, la langue des Rom, qui s’est colorisée de divers dialectes selon les pays qu’elle a traversé.

Les chants, pour la plupart traditionnels, sont chantés en romanés, on peut pourtant parfois y entendre du russe ; en effet ces chants proviennent surtout des pays de l’Europe de l’est comme la Hongrie, La Russie, La Tchequie, La Roumanie, La Maçédonie. Des éléments du swing manouche, la musique traditionnelle des gitans de L’Europe du ouest, complètent le répértoire du groupe.

Des voix que l’on ne peut confondre, les compositions, des idées et des arrangements origineaux, un accompagnement soutenu et dynamique composent le charme de Dschané.

Andrea Panitz : chant, guitare, composition, chef d’orchestre
Lucy Novotnà : chant
Ilsi Muna Ferrer : chant
Marc Bantelli : mandoline, guitare, basse, helicon
Caspar Fries : accordéon, basse
Igor Bogoev ou Boris Aquiles : percussions (kanna, davul, darabukka, szaibögö)
Dschane in italiano
Musica zingara: si pensa subito al violino. All‘ origine della musica zingara vi è pero la voce umana. Musica, canto e danza significano dei grandi valori nella vita del popolo rom – il desiderio di libertà, il viaggio, le sofferenze dell’amore e la indomabile gioia di vivere sono i soggetti principali delle ballate lyriche e delle canzoni danzabili dei Zingari.

Con l’idea di collezionare e riprodurre i canti zingari, Andrea Panitz ha coivolto un gruppo di cantanti e musicisti appassionati, tutti affascinati della musica zingara – il gruppo Dschané era nato.

Dschané : la parola significa „andare, partire, viaggiare“ e deriva dal romanes, la lingua dei rom. Essa è divisa, in base ai paesi ospitanti, in nummerevoli dialetti.

I canti zingari, per lo più tradizionali sono cantati in romanes, con alcune scappatine nel russo. Derivano in gran parte del Europa del est come l’Ungheria, la Russia, la Tschechia, la Romania, la Macedonia. Elementi dello swing manouche, la musica tradizionale dei zingari dell‘ Europa occcidentale, completono il repertorio del gruppo.

Quattro voci inconfondibili, due maschili e due femminili, composizioni, idee ed arrangiamenti autographi e l’accompagnamento grintoso e dynamico sono gli elementi che creano il fascino e l’incanto di Dschané.

Andrea Panitz : chant, guitare, composition, chef d’orchestre
Lucy Novotnà : chant
Ilsi Muna Ferrer : chant
Marc Bantelli : mandoline, guitare, basse, helicon
Caspar Fries : accordéon, basse
Igor Bogoev ou Boris Aquiles : percussions (kanna, davul, darabukka, szaibögö)

Besetzung
Andrea Panitz
Andrea Panitz  Der feurige Sänger und Gitarrist von Dschané kennt seit seiner Kindheit nur eine Art von Musik die der Zigeuner und Fahrenden. Ob Flamenco, Czardasz, Balkanmusik oder russische Klänge, Andrea hat diese Musik im Blut und ist ein begehrter Sänger und Rhythmusgitarist. Inspiration sucht er auch in seiner Zigeuner-Gruppe "Caravane quatre“, bei der Jenischen Formation „Counousse, musique du voyage“ und bei unzähligen andern Gitan-Projekten. Er sammelt Romalieder, klärt die Texte in Romanes mit Romafreunden, macht eigene Texte und Lieder, wie z.B die Balkanhymne auf den Frieden „Te arakamen“ (Freunde umarmt einander).

Andrea "Tsoro" Panitz ist am 3. September 2016 leider verstorben.

Lucy Novotna
Lucy Novotna  Das Geheimnis ihrer klaren, ausdrucksvollen Stimme liegt in ihrer Heimat, Böhmen, mit seiner lebendigen Volksmusik-Szene. Ihr Engagement in der Schweizer Musikszene ist vielfältig und reicht von der langjähriger Zusammenarbeit mit Dodo Hug in Mad Dodo bis zum Hardy-Hepp-Chor, und vielem mehr. Lucys Stimme ist auf vielen Studioaufnahmen der Schweizer Szene zu hören (z.B. bei Polo Hofer)

Ilsi Muna Ferrer  Ihre Verbundenheit mit den Menschen führt diese Sängerin intuitiv zum Kern der Dinge. Ihre Ausstrahlung und ihre Präsenz wiederspiegeln diese innere Kraft. Sei es auf ihren Reisen mit Ross und Wagen oder im Leben im Zirkus Aladin, immer wieder hat sie in neuen Welten Heimat gefunden. Ihre Begegnung mit den fahrenden Bauls in Westbengalen war ein prägender Höhepunkt. Eine warme Stimme, die mit sonniger Intensität aus dem Herzen klingt.

Igor Bogoev  Der vielseitige Balkan-Perkussionist mit mazedonischen Wurzeln spürt seit Jahrzehnten den Roma-Beat in seinem Herzen. Ob auf der Kanna, der Darabuka oder dem Tapan, der Meister der Balkan-Rhythmen fegt auch bei Ssassa, Kafenion oder der Balkan-Blaskapelle Aliev Bleh Orkestar. Bei Dschané heizt er besonders ein mit seiner sprech-gesungenen Perkussion, dem vor allem bei den ungarischen Roma gepflegten Szeibögö*.
*Szejbögö: ungarisch für Mundbass, meint gesungene / gesprochene Perkussion.


Caspar Fries  Stehgreifmusik als Familientradition führte ihn in den ersten Nationalstrassenzirkus Palaveri, als harthörigen Kapellmeister, Weissclown, Vertikalseilspringer in die Zirkuswelt der verrückten Aldintruppe. Seine Kompositionen haben Zirkusprogramme, Theaterstücke und Hörspiele umrahmt. Sein musikalisches Engagement ist vielfältig: Ob im Monkee Palace Orchestra, im Theater Soggetto, Caspars musikalisches Repertoire ist so umfangreich wie unorthodox.

Marc Bantelli  Auf diversen Instrumenten und in vielen Stilen daheim, prägte er an der Seite von Riccardo Anselmi während 10 Jahren den Sound der Ragazzi. Zuvor war er auf Tournee mit Aladin’s Variété Theater und auf der Reise mit dem Circolino Pipistrello, dessen heutiger musikalischer Leiter er immer noch ist. Bei Dschané zupft er den grossen Kontrabass, die Mandoline und die Gitarre oder stösst auch mal ins Horn.
Tonträger

pal'o kham
Die aktuelle CD von Dschane. Erschienen im Herbst 2009.

O parno gras
"O parno gras" ist der Titel des zweiten Albums von Dschané. "O parno gras" heisst "das weise Pferd" in der Sprache der Roma. Es ist der Wunschtraum des Zigeuners und symbolisiert die Freiheit und das Reisen. Es kommt in vielen Roma-Liedtexten vor, allein auf dieser CD viermal (Lieder 1,3,5,9).
Auf dem Titelbild sind Dschane Maugly, einem Hengst aus turkmenischer und makedonischer Abstammung. Lange Zeit begleitete er Caspar und Ilsi auf ihren Reisen.


Nebenstehende CD ist im Jahre 2001 erschienen
(vergriffen)

Kontakt
Dschane
c/o
Ilsi und Caspar Fries -Ferrer
Sternen
Ferrachstr.72
8630 Rüti
055 240 34 6

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